Landkreis Stade zeigt mutmaßliche Tierquälerei auf Schlachthof an

Stade (dpa) - Nach Vorwürfen gegen einen Schlachthof in Düdenbüttel wegen Tierquälerei hat auch der Landkreis Stade Anzeige erstattet. Sie richte sich gegen Betreiber und Mitarbeiter des Betriebs wie gegen die Bauern, die verbotenerweise kranke, nicht schlachtfähige Tiere verkauft hätten. Das sagte die zuständige Dezernentin des Landkreises, Nicole Streitz, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Kreis habe Videoaufnahmen der Misshandlungen begutachtet, die von der Organisation Soko Tierschutz stammen. «Nach unseren Erkenntnissen stimmt ein Teil der Vorwürfe der Tierschutzorganisation», sagte Landrat Michael Roesberg. Der Betrieb in Düdenbüttel ist seit Anfang April geschlossen.

Die Zentralstelle für Landwirtschaftsstrafsachen bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg prüft ebenfalls die Aufnahmen. Bei ihr liegen bereits Anzeigen der Soko Tierschutz und des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums vor. Ermittelt werde gegen die Betreiber des Schlachthofs, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

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